7 Learnings für digitale Events

01/2021 | Regeln für ein neues Medium

Digitale Events sind keine Eintagsfliege. Angestossen durch die Covid19-Pandemie entwickeln sie sich zu einem eigenständigen Medium. Ja, in vielen Punkten steckt dieses Medium noch in den Kinderschuhen, doch wie heisst es so schön: Kinder werden gross und digitale Events werden sich langfristig ihren festen Platz im Massnahmenkatalog der Live-Kommunikation verdienen.

Wir haben unsere Expertise bzgl. digitaler und hybrider Events seit März 2020 ausgebaut, durften zahlreiche Kunden auf ihrem Weg in die virtuelle Welt begleiten und so unseren Rucksack mit neuen Skills befüllen. Hier möchten wir sieben Learnings auf den Weg zu einem neuen Medium mit Ihnen teilen:

1
#Vorbereitung ist entscheidend

Digitale Events und Meetings brauchen viel Vorbereitung. Leerläufe, Holperer, Pausen, Wiederholungen etc. verzeiht das Publikum digital weniger als real. Die Rede sollte knackig sein und die Interaktion mit den verschiedenen Kamerapositionen geübt. Als Benchmark dürfen TEDtalks gelten. D.h. die Rede sollte mindestens 2-3mal durchgeprobt werden, damit der Redner mit Studioumgebung und Kameras perfekt vertraut ist.

Auch möglich: Die Rede vorproduzieren und am Event als Film zeigen. Durch die Vorproduktion sind Spezialeffekte wie Augmented Reality integrierbar. Der Schnitt kann mehr Dynamik erzeugen und am Event selbst entstehen Erholungszeiten für die Redner.

2
#Kürzer fassen

Die Konzentrationszeit ist online kürzer als im Konferenzsaal. Es gilt die Faustformel: Offline 30min, Online 15min. Eine 30minütige Rede im Saal, sollte online nach 15 Minuten auf den Punkt kommen.

3
#Involvieren

Es ist Fakt, dass Menschen offline wie online nicht durchgängig konzentriert sind. Online allerdings driften Teilnehmende schnell in das Bearbeiten von Mails etc. ab. Aktive Einbindung der Teilnehmenden wirkt dem entgegen und erhöht die Zeit, die die Teilnehmenden tatsächlich dem Geschehen folgen. Die stärksten Tools:
• Interaktion: Umfragen, Q&A, Wordcloud, Kommentare etc.
• Storytelling: Das Meeting ist Teil einer Story und ist in weitere Massnahmen integriert.
• Visuelle Kommunikation: Bilder und Videos, die die Immersion rund um die Story verstärken.

4
#Background

Was sehen Teilnehmenden in meinem Hintergrund? Gibt es die Möglichkeit, einen digitalen Hintergrund zu wählen? Das Bild darf gern inszeniert sein, um auch aus dem Homeoffice heraus Professionalität, das CI der Firma oder auch die Bildwelt der Story widerzuspiegeln.

5
#Team: Redner, Moderation und technische Leitung

Je nach Grösse des Meetings, sollte das Team entsprechend gewählt werden. Es sollte aber mindestens einen Moderator neben dem Hauptredner geben. Dieser betreut das Online-Meeting-Tool, den Chat und hält dem Redner den Rücken frei. Der Chat kann hier auch parallel gut für Interaktionen genutzt werden. Bei grösseren Meetings empfehlen wir, Moderation und technische Leitung auf zwei Personen zu verteilen.

6
#Körperhaltung und -spannung

Wer im realen Raum eine Rede hält, steht meistens. Man kann besser atmen, ist fest mit dem Boden verankert und kann die Energie besser fliessen lassen. Das gilt ebenso für digitale Meetings.

7
#Moderation

Online-Meetings scheinen schnell weniger verbindlich als reale Meetings. Um so wichtiger sind klare Moderationen zu Beginn, pointierte Zusammenfassung in der Mitte und ein Ausblick auf die nächsten Schritte am Ende des Meetings. Hier können auch kreative Mini-Formate dazu beitragen, dass Inhalte bei den Teilnehmenden ankommen, z.B. Fragen-Roulette, A oder B, Hot Chair, Elevator Pitch, 7 Tage in 7 Bildern etc.

Maximilian Souchay

Managing Partner | Founder

Maximilian hat in Bern Marketing und in Liverpool Kulturmanagement und Schauspiel studiert. Bevor er 2015 Live Lab gründete, hat er in verschiedenen Führungspositionen in der Eventbranche gearbeitet.

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